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Tourismus

Ungarische Vignette für den nächsten Urlaub nutzen

 

Viele Urlauber zieht es für einen Camping-Urlaub ins Ausland. Beliebt sind unter anderem verschiedene Standorte auf Campingplätzen in Ungarn, da die Stellplatzkosten dort vergleichsweise niedrig sind. Reisende sollten beachten, dass in Ungarn eine Vignette Pflicht ist. Andernfalls drohen hohe Bußgelder – sogenannte Zusatzgebühren.

Für wen die Vignettenpflicht in Ungarn gilt

Auf allen ungarischen Autobahnen und mit einem „M“ gekennzeichneten Schnellstraßen ist eine E-Vignette, auch als e-Matrica bezeichnet, für Motorräder, Pkw, Gespanne und Wohnmobile unabhängig vom Gesamtgewicht Pflicht. Die Ungarn-Vignette kaufen können Urlauber vorab online – oder alternativ an Tankstellen oder Grenzübergängen vor Ort. Nur einige wenige Autobahnabschnitte sind von der Vignettenpflicht ausgenommen.

Preise und Gebührenkategorien für die Vignette in Ungarn

Für die Vignette in Ungarn gibt es verschiedene Gebührenkategorien:

  • D1M: Motorräder (als Wochen- und Monatsvignette erhältlich)
  • D1: Motorräder (Jahresvignette) sowie Pkw und Wohnmobile bis 3,5 t und bis zu maximal 7 Sitzen (auch mit Anhänger erlaubt)
  • D2: Wohnmobile bis 3,5 Tonnen, mit mehr als 7 Sitzen sowie Wohnmobile über 3,5 t; alle Nutzfahrzeuge (darunter Lastkraftwagen) sowie alle weiteren Kfz bis 3,5 t, die in keine andere Kategorie passen
  • U: Anhänger von Fahrzeugen der Kategorie D2

Die Preise für die Ungarn-Vignette werden in der Landeswährung Forint bezahlt. Für einen Tag beispielsweise werden in der Kategorie D1M 2.770 Forint, in der Kategorie D1 5.550 Forint, in Gebührenkategorie D2 7.890 Forint und in der Kategorie U 5.550 Forint fällig. 1 Forint entspricht 0,0026 Euro. Somit sind 2.770 Forint = 7,12 Euro.

Besonderheiten bei der Ungarn-Vignette

Die ungarische Vignette wird über das Kennzeichen kontrolliert – es kann abgefragt werden, ob die Maut korrekt bezahlt wurde. Wichtig: Bei der Angabe des Autokennzeichens müssen deutsche Umlaute (Ö, Ä, Ü) durch die entsprechenden Vokale ersetzt werden (Beispiel: GO statt GÖ für die Stadt Göttingen). Leerzeichen werden weggelassen. Beim Kauf der E-Vignette an einer Verkaufsstelle vor Ort wird ein Kontrollabschnitt ausgestellt. Bei Onlinekauf erhalten Käufer eine Quittung per Mail. Der Beleg sollte unbedingt auf die Richtigkeit der Angaben (Kfz-Kennzeichen, Länderkennzeichen, Gültigkeitsdauer, Gebührenkategorie) geprüft werden. Auf Abweichungen sollte sofort aufmerksam gemacht werden. Nach Nutzung der Vignette sollte der Beleg zur Sicherheit für eventuelle Rückfragen oder falsche Zahlungsaufforderungen durch inkorrekte Erfassung 3 Jahre lang aufbewahrt werden.

Die Vignette für Ungarn sollten Autofahrer bereits im Vorfeld online kaufen. Wer unbeabsichtigt auf eine Mautstraße fährt und keine Vignette besitzt, hat danach höchstens 60 Minuten nach der Auffahrt Zeit für einen nachträglichen Vignettenkauf. Nach Ablauf dieser Stunde werden zusätzliche Gebühren von rund 50 Euro erhoben. Fehlt eine Vignette für Ungarn während eines kompletten Aufenthalts vor Ort, können schon einmal bis zu mehrere Hundert Euro Strafzahlungen fällig werden.

Fahrzeuge über 3,5 Tonnen

Busse und LKW, die über 3,5 Tonnen wiegen, zahlen in Ungarn eine streckenabhängige Maut. Die Zahlung wird meist über das sogenannte HU-GO-System abgewickelt. Seit Januar 2026 gibt es für die Vignette allerdings eine Ungarn eine Änderung: Wohnmobile mit einem Gewicht über 3,5 t brauchen zur Mautabwicklung wieder eine Vignette anstelle eines Sendegeräts. Bei Bussen und Lkw über 3,5 Tonnen wird die Maut hingegen weiterhin über das HU-GO-System abgerechnet. Die Bezahlung über das System kann auf zwei Weisen abgewickelt werden, entweder mit einem vor Fahrtantritt gekauften Streckenticket oder nach Registrierung im HU-GO-System mit Hilfe eines im Fahrzeug installierten Sendegeräts (OBU).